Was wollen wir?
Das Initiativkomitee empfiehlt, die Initiative anzunehmen.
Empfehlung des Initiativkomitees
Warum?
Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner
Für eine lebenswerte Umgebung
Bewahrung des Immobilienwerts in der Region
Sozial verantwortungsvolle Energiewende
Schutz von Naherholungs- und Revitalisierungsgebieten
Begrenzter Nutzen aufgrund schwacher Windverhältnisse
Demokratie und Mitsprache
1. Schutz der Lebensqualität und Gesundheit
. Die Einführung eines Mindestabstands ist ein notwendiger Schritt zum Schutz der Lebensqualität in unserer Gemeinde. Moderne Windkraftanlagen verursachen Lärm, Schattenwurf und Lichtemissionen. Besonders der nachts deutlich wahrnehmbare Lärm stellt eine erhebliche Belastung dar. Diese Effekte beeinträchtigen den Alltag der Anwohner, mindern den Wert von Immobilien und gefährden die Attraktivität der Region.
2. Unzumutbare Nähe zu Wohngebäuden
. In Sevelen sind Grosswindkraftanlagen (213 Metern Höhe) in einem Abstand von etwas über 300 Metern zu den nächsten Wohngebäuden geplant. Eine solche Distanz ist für Anlagen dieser Grössenordnung unzureichend. Ein Mindestabstand ist daher ein vernünftiger Kompromiss: Er schützt die direkt betroffenen Mitmenschen, ohne den Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich zu verhindern.
3. Blick ins Ausland: Mindestabstände erfolgreich
. Länder mit langjähriger Erfahrung im Windkraftausbau – z.B. Dänemark – haben Abstandsregelungen eingeführt, um ihre Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen zu schützen. Wir setzen uns für einen fairen und ausgewogenen Schutz unserer Bürger ein.
4. Ungeeigneter Standort – neben Revitalisierung und landwirtschaftlichen Nutzflächen
. Die geplanten Anlagen sollen unmittelbar neben einem Revitalisierungsgebiet errichtet werden – einem Bereich, der mit öffentlichen Mitteln ökologisch aufgewertet wurde und heute als wertvoller Natur- und Erholungsraum dient. Zudem liegt er im Bereich von Feldern, die der Nahrungsmittelproduktion dienen. Ein solcher Eingriff in ökologisch und landwirtschaftlich bedeutende Flächen ist weder nachhaltig noch sinnvoll.
6. Demokratie und Mitsprache
. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, bei weitreichenden Infrastrukturprojekten mitzubestimmen. Unsere Initiative stärkt die lokale Autonomie und stellt sicher, dass die Interessen der direkt Betroffenen nicht übergangen werden.
Argumentarium des Initiativkomitees
. Der geforderte Mindestabstand ist im Vergleich zu bestehenden Vorschriften in der Schweiz und im Ausland eher gering, gleichzeitig bleibt der Nutzen aufgrund der schwachen Windverhältnisse unterdurchschnittlich. Deshalb ist eine sorgfältige Abwägung zwischen Belastung und tatsächlichem Mehrwert besonders wichtig.
5. Geringer Nutzen
Visualisierungen
Entdecken Sie den Unterschied: Unsere Visualisierungen zeigen die Landschaft mit und ohne die geplanten Windräder.
Grössenverhältnisse
Faktencheck
Wir möchten die Faktenchecks, die von Windkraftbefürwortern verschiedenerorts kursieren, aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Vieles wird ohne Überprüfung auf unsere lokale Situation übertragen. Bei der Windkraft ist jedoch der Standort entscheidend – er bestimmt, ob die Argumente der Befürworter tatsächlich zutreffen.
Der Gegen‑Faktencheck macht sichtbar, wo Aussagen von Windkraftbefürwortern von den Schweizer Realitäten abweichen. Ursache sind häufig internationale Vergleichsdaten oder vereinfachte Annahmen, welche die besonderen topografischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der Schweiz nicht abbilden. Besonders im Rheintal spielt die ausgeprägte Talsituation eine zentrale Rolle, da sie die Windverhältnisse und insbesondere die Winterstrom‑Produktion stark beeinflusst. Was an Küstenstandorten gilt, muss in einem Alpental wie dem Rheintal zuerst mit Daten überprüft und belegt werden – oder widerlegt.





